Sara Mazzini

Sara ist Doktorandin in der Abteilung für Neurobiologie der Sprache am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik. Sie kommt ursprünglich aus Italien, wo sie einen Bachelor in Psychologie von der Universität Bologna erhielt. Dann zog sie in die Niederlande um Kognitive Neurowissenschaften an der UNiversität in Maastricht zu studieren, und begann ihr Doktoratsstudium im Februar 2021.

Die Neurowissenschaft der Sprache erfasste ihr Interesse während sie Fremdsprachen lernte und sie sich fragte, wie das Gehirn alle dies Informationen verarbeitet. Während ihres Masterstudiums untersuchte sie die neuronalen Mechanismen von Sprachproduktion, mit dem Fokus auf Gehirnströme und der Kodierung von Syntax. Für ihre Doktorarbeit untersucht sie neuronale Synchronität in direkter Kommunikation, indem sie Kommunikation in ihrem natürlichen Kontext studiert: multimodale soziale Interaktionen. Synchronisieren sich die Gehirne von Konversationspartnern wenn die Kommunikation erfolgreich ist? Spielt neuronale Synchronität eine Rolle beim Integrieren verschiedener Informationsquellen, wie Sprache und Gestik?

In ihrer Freizeit mag Sara kochen, trainieren und reisen.


Synästhesie: ein buntes Alphabet!

Für manche Menschen ist der Name des besten Freundes hellgrün. Für andere hat die eigene Telefonnummer die Farben des Regenbogens. Das mag für die meisten von Euch seltsam klingen, aber für vier Prozent der Menschen auf der ganzen Welt ist dies eine tägliche Erfahrung, die man als Synästhesie bezeichnet. Menschen mit Synästhesie werden auch als Synästhetiker bezeichnet. Bei ihnen können bestimmte Reize aus dem alltäglichen Leben mehrere Empfindungen auslösen. So kann zum Beispiel das Hören eines bestimmten Musiktons die Wahrnehmung einer bestimmten Farbe auslösen oder das Berühren eines Gegenstands die Empfindung eines Geschmacks bewirken.


Code-Switching: Ein Satz, zwei Sprachen

Wir leben in einer multikulturellen und mehrsprachigen Welt, in der es für viele Menschen normal ist sich in mehr als einer Sprache verständigen zu können. Da Zweisprachigkeit eine so grundlegende Rolle in unserer Gesellschaft spielt ist es nicht verwunderlich, dass dieses Thema in den letzten Jahrzehnten in den Fokus der Wissenschaft gerückt ist. Wissenschaftler*innen sind besonders fasziniert von einem Phänomen, das als ‚Code-Switching‘ bezeichnet wird, und per Definition als „Vermischen oder Ändern von Strukturen, des Vokabulars und anderer Komponenten von mindestens zwei Sprachen“ zu verstehen ist.